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Lufthansa wird aufgrund von Treibstoffknappheit A340-600 ausmustern und 747-400 stilllegen.

Fotograf: Felix Gottwald – AirTeamImages.com

Die Lufthansa Group wird im Oktober die letzten vier Airbus A340-600 aus ihrer Flotte ausmustern und zwei Boeing 747-400 während der kommenden Wintersaison vorübergehend stilllegen, da die stark steigenden Treibstoffkosten die Fluggesellschaft zu einer beschleunigten Reduzierung ihrer Flotte und Kapazität zwingen.

Die deutsche Fluggesellschaft bestätigte die Maßnahmen als Teil eines umfassenderen Sparpakets, das mit stark gestiegenen Kerosinpreisen und zunehmendem betrieblichen Druck, einschließlich arbeitsbedingter Störungen, zusammenhängt. Laut Lufthansa haben sich die Treibstoffpreise im Vergleich zum Niveau vor dem Iran-Krieg mehr als verdoppelt, was ältere, treibstoffintensive Flugzeugtypen erheblich belastet.

A340-600 Ausfahrtsignale – Ende einer Ära

Die Ausmusterung der verbleibenden Airbus A340-600-Flotte der Lufthansa zum Ende des Sommerflugplans markiert das endgültige Ende des Einsatzes dieses Flugzeugtyps bei der Airline. Die A340-600, die von Luftfahrtbegeisterten lange für ihren markanten, gestreckten Rumpf und ihre vier Triebwerke bewundert wurde, ist im heutigen Umfeld jedoch zunehmend schwieriger wirtschaftlich zu betreiben.

Gleichzeitig beginnt Lufthansa mit der schrittweisen Einstellung des Betriebs ihrer Boeing 747-400. Zwei der verbleibenden Großraumflugzeuge werden ab Oktober für die Wintersaison stillgelegt. Lufthansa stellte jedoch klar, dass die gesamte Flotte nicht sofort ausgemustert wird. Die endgültige Ausmusterung der 747-400 ist für das nächste Jahr geplant.

Kraftstoffkosten verändern Flottenentscheidungen

Dieser Schritt verdeutlicht, wie rapide steigende Treibstoffpreise die Nutzungsdauer älterer Großraumflugzeuge verkürzen können. Vierstrahlige Jets wie der A340-600 und die 747-400 verbrauchen deutlich mehr Treibstoff als neuere zweistrahlige Flugzeuge und sind daher in Zeiten erhöhter Energiekosten besonders gefährdet.

Für Lufthansa steht die Umstellung im Einklang mit einer langfristigen Strategie zur Vereinfachung der Flotte und Steigerung der Effizienz. Neuere Flugzeuge wie der Airbus A350 und die Boeing 787 bieten niedrigere Betriebskosten, einen geringeren Treibstoffverbrauch und mehr Flexibilität auf Langstrecken.

Die Airline-Gruppe hat ihre Abhängigkeit von älteren vierstrahligen Flugzeugen im Laufe des letzten Jahrzehnts schrittweise reduziert, doch der jüngste Treibstoffpreisschock scheint diese Pläne erheblich beschleunigt zu haben.

Was das für die Passagiere bedeutet

Lufthansa hat zwar noch nicht alle Streckenanpassungen detailliert bekannt gegeben, doch die Flottenreduzierungen könnten die Kapazität auf einigen Langstrecken- und Europaverbindungen im Winterflugplan verringern. Es wird erwartet, dass die Fluggesellschaft verstärkt auf neuere Flugzeuge umstellt und möglicherweise effizientere Tochtergesellschaften und Partnerfluggesellschaften innerhalb des Konzerns stärker in den Fokus rückt.

Die Änderungen markieren auch einen symbolischen Wendepunkt für eine der bekanntesten Langstreckenflotten Europas. Lufthansa pflegt seit Langem eine starke Bindung an große viermotorige Flugzeuge, insbesondere an die Boeing 747-Familie, die nach wie vor eng mit der globalen Identität der Fluggesellschaft verbunden ist.

Nachdem die 747-400 im nächsten Jahr aus der Flotte ausgemustert wird, bleibt die Boeing 747-8 der einzige Passagier-Jumbo-Jet der Lufthansa und dient weiterhin als Flaggschiff der Fluggesellschaft auf ausgewählten interkontinentalen Strecken.

Mehr dazu im Airways Magazine: https://www.airwaysmag.com/new-post/lufthansa-to-retire-a340-600s-ground-747-400s